Die Glasbücher der Traumfresser von Gordon Dahlquist / Die Bücherdiebin von Markus Zusak / ALTERRA: Die Gemeinschaft der Drei von Maxime Chattam / ALTERRA: Im Reich der Königin von Maxime Chattam

Das Bootshaus von Patrick McGinley / Wächterin der Träume von Kathryn Smith / Ausgezogen von Steffi von Wolff / Das Tal Season 1.1. Das Spiel von Krystyna Kuhn / Beautiful Americans – Paris, wir kommen von Lucy Silag

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel – Der unsterbliche Alchemyst: Band 1 von Michael Scott / Schule der Magier – Das geheime Portal: Band 1 von Henry Neff / Schule der Magier – Astaroths Angriff: Band 2 von Henry Neff / Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher / Meridian: Dunkle Umarmung von Amber Kizer

Der Federmann von Max Bentow / Champagner und Stilettos von Lauren Weisberger / Ein Ring von Tiffany von Lauren Weisberger / Der Teufel trägt Prada von Lauren Weisberger

Rubinrotes Herz, eisblaue See von Morgan Callan Rogers / Natürlich blond von Amanda Brown / Die Frauen von Stepford von Ira Levin / Das Geschenk der Weisen von O. Henry

Die Bücherflüsterin von Anjali Banerjee / Der Hochzeitssari von Anjali Banerjee / Die Herzleserin von Anjali Banerjee / Die Päpstin von Donna W. Cross

Dieses Mal bin ich super zufrieden mit meiner Medimops-Bestellung. Die Lauren Weisberger- und die Anjali Banerjee- Bücher sind in einem Top-Zustand, teilweise ungelesen. “Der Federmann” und “Natürlich Blond” haben Leserillen, aber ansonsten kann ich wirklich nicht meckern. Super!

Genre: Belletristik
ISBN-10: 3-552-06181-9
EAN: 9783552061811
Verlag: Deuticke Franz Verlaggesellschaft
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 205

***Inhalt***
Judith und Hannes lernen sich in einem Supermarkt kennen, danach treffen sie sich zufällig wieder und langsam kommen die Beiden sich näher. Allerdings übertreibt Hannes es sehr schnell mit seiner Liebe zu Judith und sie fühlt sich eingeengt, woraufhin sie die Beziehung beendet. Hannes sieht das jedoch anders und will sie nicht verlieren.

***Meine Meinung***
Ich habe „Gut gegen Nordwind“ geliebt und war sehr skeptisch, ob ich überhaupt das neue Buch von Daniel Glattauer lesen soll. Man hat automatisch sehr hohe Erwartungen und weiß eigentlich ganz genau, dass kein Buch es damit aufnehmen kann.
Man kann die beiden Bücher absolut nicht vergleichen! Lediglich der Schreibstil ähnelt sich manchmal, ansonsten ist es wirklich komplett anders.
Die Geschichte wird aus Judith’s Perspektive erzählt, wodurch es noch spannender wird, da wir nicht wissen, was Hannes als nächstes vorhat. Am Anfang macht er wirklich einen ganz netten Eindruck, aber er übertreibt alles ziemlich schnell und mich wundert es, dass es Judith überhaupt so lange mit ihm ausgehalten hat. Interessant wird es natürlich ab dem Punkt nach der Trennung und da wandelt sich die Handlung zu einem Thriller. Hannes hütet ein Geheimnis und Judith möchte natürlich dahinter kommen.
Es ist erschreckend was so ein Stalker letztendlich aus einem Menschen machen kann und wie verdreht seine eigene Wahrnehmung eigentlich ist.
Auffallend ist, dass das Buch in verschiedene Phasen eingeteilt ist und diese sind nochmal in Kapitel gegliedert. Dadurch entstehen sehr kurze Kapitel (2-3 Seiten) und man kommt sehr schnell durch.
Außerdem versucht sich der Autor möglichst kurz zu halten und verwendet keine unnötigen Umschreibungen. Das fällt vor allem bei der wörtlichen Rede auf. Fast immer sieht diese so aus:
Er: „…“ Sie: „…“ usw. Da die Umschreibungen fehlen, geht man ganz anders an die einzelnen Situationen ran und muss sich sein eigenes Bild machen.
Man merkt in diesem Buch, dass der Autor Österreicher ist. Manche Wörter oder Redewendungen gibt es in Deutschland so nicht. Bei „Gut gegen Nordwind“ ist mir das nie aufgefallen. Ich finde es sehr interessant, wie jemand so unterschiedlich schreiben kann und trotzdem gefällt mir beides sehr gut.
Ich fand Judith’s Auszubildende super, die hat eine gewisse Frische in die ziemlich ernste Geschichte gebracht, auch wenn ich es sehr seltsam fand, dass sie immer „Frau Chefin“ sagte.
Ab der Hälfte des Buches wurde es richtig spannend und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen, was Hannes verbirgt und warum er so ist wie er ist.
Ein tolles Buch, mit einem ganz eigenen Schreibstil, welcher mir ausgesprochen gut gefallen hat. Vor allem die Wandlung zum leichten Thriller fand ich gelungen, wobei hartgesottene Thriller-Fans es wohl nicht mögen werden. Ich kann eine absolute Buchempfehlung aussprechen, es ist komplett anders als „Gut gegen Nordwind“, allerdings genauso gut.

Genre: Belletristik
ISBN-10: 3-499-24982-0
EAN: 9783499249822
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 238

***Inhalt***
Ein halbes Jahr ist nach Ben’s Tod vergangen und so langsam findet seine Freundin Clara wieder ins Leben zurück. Sie geht endlich wieder in einer Werbeagentur in Lüneburg arbeiten und beschließt auf einmal Ben eine SMS zu schicken. Was sie natürlich nicht ahnen kann ist, dass diese SMS bei Sven in Hamburg landet und dort für Verwirrung sorgt. Aber irgendwann lassen ihn diese SMS nicht mehr los und versucht die Absenderin ausfindig zu machen.

***Meine Meinung***
Das Buch wird mal aus Sven’s und mal aus Clara’s Sicht erzählt. So weiß man auf der einen Seite was Clara genau mit der SMS gemeint hat und auf der anderen Seite, wie Sven die SMS sieht. Am Anfang sind diese nämlich ziemlich rätselhaft und er versucht sie zu ignorieren, aber irgendwann ist er sehr neugierig auf diese Frau geworden. Es wäre natürlich viel zu einfach sie anzurufen, also versucht er an Hand von Anhaltspunkten in den SMS herauszufinden wer sie ist und wo sie wohnt.
Beide Hauptcharaktere gefallen mir sehr gut und ich würde sie gerne mal treffen, wenn das denn möglich wäre. Clara kommt langsam über den Tod ihres Freundes hinweg, hat neuen Lebensmut gefasst und weiß was sie beruflich will. Über Sven erfährt der Leser leider nicht so viel, mir kam es so vor, als wenn er bislang einfach noch nicht die richtige Frau gefunden hätte, obwohl er sie vollkommen verdient hätte.
Natürlich fiebert man die ganze Zeit mit, ob es Sven gelingen wird sie ausfindig zu machen und wie sie dann reagieren würde. Oder ob er sich vielleicht sogar traut sie anzurufen. Jetzt werden einige wahrscheinlich sagen „Feigling“. Finde ich nicht! Er hat mehrere SMS stillschweigend zur Kenntnis genommen und dann ist auch irgendwann ziemlich blöd sich zu melden, „übrigens, deine sehr privaten SMS sind alle bei mir gelandet“. Er will sie dann unbedingt kennenlernen und hat Angst, dass er sie dadurch verschrecken könnte.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr frisch und angenehm. Es war ein sehr schönes Buch für zwischendurch und ich freue mich schon darauf, andere Bücher von Sofie Cramer zu lesen.

Genre: Thriller
ISBN-10: 3-7857-4561-3
EAN: 9783785745618
Sprecher: Simon Jäger
Medium: Hörbuch
Spieldauer: 284 Minuten

***Inhalt***
Aus Mangel an Beweisen kann der gestörte Augenchirurg Dr. Suker nicht festgenommen werden. Er will Frauen „die Augen öffnen“: Bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen die Augenlider. Alle Opfer haben danach Selbstmord begangen.
Alina Gregoriev soll der Polizei nun als Medium helfen, seine nächste Patientin ausfindig zu machen. Dabei gerät sie allerdings selber ins Visier des Augenjägers. Als wenn es nicht schon schlimm genug wäre, dass ihr Freund Alexander Zorbach sich erschossen hat, um seinen Sohn zu retten, dieser aber immer noch verschwunden ist. Denn auch der Augensammler ist noch nicht gefasst.

***Meine Meinung***
Nachdem mir „Der Augensammler“ nicht so gut gefallen hatte, hatte ich „Der Seelenbrecher“ gelesen und war absolut begeistert. Also wollte ich der Fortsetzung vom Augensammler doch eine Chance geben und ich muss sagen, dass es mir besser gefallen hat als der erste Teil.
Der Sprecher ist bei beiden Hörbüchern Simon Jäger, der wieder einmal einen grandiosen Job gemacht hat. Er sollte alle Thriller lesen!
Dieses Buch hält einige überraschende Wendungen für einen bereit und es ist wirklich super, wie Sebastian Fitzek den Leser hinters Licht führt.
Die Verknüpfung der „alten“ mit der „neuen“ Geschichte gefällt mir sehr gut. So geht es zwar mit dem Augensammler weiter, allerdings muss jetzt auch noch der Augenjäger geschnappt werden. Mit dem Hörbuch ist es da nicht immer ganz einfach der Geschichte zur folgen.
Zu den Charakteren kann ich leider nicht allzu viel sagen, da ich sonst zu viel vorweg nehmen würde. Gerade die Charaktere sind eine riesige Überraschung.
Es war ein packendes Buch, voller Wendungen und mit einem unerwarteten Ende. Ich freue mich schon sehr auf den letzten Teil der Triologie und bin sehr froh, dass ich nach dem schwachen Augensammler, dem Augenjäger doch eine Chance gegeben habe.

Genre: Belletristik
ISBN-10: 3-442-73229-8
EAN: 9783442732296
Originaltitel: Bord de mer
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Seitenzahl: 125

***Inhalt***
Eine Mutter fährt mit ihren beiden kleinen Söhnen ans Meer. Sie sollen es unbedingt einmal sehen und schließlich haben sie noch nie Urlaub gemacht. Sie hat mit dem ständigen Regen und der abwehrenden Haltung der Bewohner des kleinen Örtchens ihre Probleme.

***Meine Meinung***
Es fällt mir sehr schwer etwas zu diesem Buch zu schreiben, was nicht nur an seiner „Länge“ liegt. Ich wusste vorher nichts vom Inhalt und der Klappentext ist so nichtssagend wie meine Inhaltsangabe. Das ist aber gut so, denn nur so kann man sich sein ganz eigenes Bild machen. Man muss unvoreingenommen an es heran gehen.
Der Schreibstil ist sehr eigen. Viele abgehackte Sätze, oftmals fällt einem die direkte Rede nicht auf, da komplett auf Anführungszeichen verzichtet wurde.
Es gibt drei Hauptcharaktere und nur ein paar Randfiguren, denen man keine weitere Beachtung schenken muss. Die beiden Kinder heißen Kevin und Stan. Sie stehen eigentlich im Mittelpunkt der Geschichte, da sie aus der Perspektive der Mutter erzählt wird, von der man bis zum Schluss nicht den Namen erfährt. Vieles bleibt nur auf ihrer Gedanken- und Erinnerungsebene.
Das Buch ist erschreckend und nicht leicht zu verdauen. Wer also meint, dass man es auf Grund der wenigen Seiten mal eben zwischendurch lesen kann, der irrt sich.

Genre: Historischer Roman
ISBN-10: 3-937357-46-7
EAN: 9783937357461
Verlag: Bookspot Verlag HERZLICHEN DANK
Einband: Hardcover
Seitenzahl: 560

***Inhalt***
Nach dem Tod ihrer Eltern ist Charlotte Brandon in einem Mädcheninternat großgeworden. Da ihr Onkel und ihre Tante Lord und Lady Millford keine Kinder bekommen konnten, möchten sie Charlotte adoptieren und so ein Weiterbestehen ihrer Familie garantieren. Lord Millford ist gesundheitlich sehr angeschlagen, weshalb sich Charlotte möglichst schnell verheiraten sollte, da eine Frau keinen Grundbesitz ergaben kann.
Sie lernt bei einem Waldspaziergang ihren Nachbarn Captain John Battingfield kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb ausgezeichnet. Endlich trifft er mal eine Frau, die gebildet ist und sich nicht wie eine Puppe benimmt. Allerdings ist John schon verheiratet, wenn auch nicht gerade glücklich.
Auf einem Ball im Hause Millford wird Charlotte Lord Terency vorgestellt. Er gehört zum Hochadel und gilt somit als sehr gute Partie. Er wäre der ideale Heiratskandidat wenn es nach ihrer Tante geht. Charlotte sieht das jedoch anders, da sie sein wahres Gesicht kennt.

***Meine Meinung***
Dieser historische Roman spielt zur Zeit des Regency in England und steht Jane Austen in nichts nach. Natürlich kann man die beiden Autorinnen nicht gleichsetzen, da sie allein schon aus zwei völlig verschiedenen Zeitaltern stammen. Der Schreibstil von Eva-Ruth Landys ist etwas leichter, erinnert aber dennoch stark an den damaligen Schreibstil. Deswegen sollte man sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass man für dieses Buch etwas länger brauchen wird.
Man findet immer wieder Fußnoten, mit denen manche Wörter erklärt werden oder kleine Informationen zu z.B. Personen gegeben werden. Hinter dem Nachwort gibt es ein ca. 20 seitiges kleinen Lexikon in dem einige historische Personen und Zusammenhänge erläutert werden. Gerade für mich (ich liebe Geschichte) war das ein Highlight. Je mehr geschichtliche Fakten auftauchen, desto besser.
Charlotte hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie hat einen sehr starken Charakter, ist dabei aber auch herzlich und mitfühlend. Außerdem passt sie überhaupt nicht in das damalige Frauenbild, sie ist intelligent und trägt das ganz offen zur Schau. Eine Unmöglichkeit für die damalige Zeit. Sie lässt sich nicht schnell unterkriegen, weiß aber wann es besser ist sich zu fügen. Ich habe großen Respekt vor ihr! Nachdem was sie alles durchmachen musste, ist es fast ein Wunder wie sie ihr Leben danach meistert.
Ihre Tante ist ein absoluter Drachen! Ich finde sie ganz abscheulich und es ist furchtbar zu lesen, wie sie der armen Charlotte zusetzt. Sie ist einer der egoistischsten Charaktere, die ich kenne und sie empfindet keinen Funken Zuneigung für ihre Nichte. Ich habe gehofft, dass sie irgendwann die gerechte Strafe dafür bekommt.
Lady Battingfield ist ein dummes und oberflächliches Püppchen und meinte Frauen würden nur geboren werden, um Ehefrau und Mutter zu werden. Sie müssen lediglich ihren Männern gefallen und es wäre am Wichtigsten, dass man sich dementsprechend pflegt.
Ihr Mann John ist komplett anderer Meinung und bevorzugt Frauen, die ihr Gehirn zum Denken benutzten. Genau so eine Frau hat er in Charlotte gefunden. Er ist sich aber darüber im Klaren, dass die beiden keine Zukunft haben. Zur damaligen Zeit war eine Scheidung undenkbar.
Es ist gibt allerdings auch noch andere Charaktere, die der Autorin sehr gut gelungen sind. Charlottes Onkel, auch wenn er ziemlich naiv ist. Ihre Freundin Mary, die ein herzensguter Mensch ist. Der Pfarrer wird mehr zu einem väterlichen Freund und der Arzt hat mich schwer beeindruckt.
Terency lässt sich mit Lady Millford fast auf eine Stufe stellen. Dieser Mann ist herzlos, verrückt und ein absolutes Monster. Beide haben mich im Laufe der Geschichte immer mehr angewidert und ich konnte sie am Schluss nur noch verachten. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht dazu sagen, da ich sonst zu viel vorwegnehmen würde.
Auf Grund des Schreibstils ist es teilweise etwas zähflüssig zu lesen. Außerdem wiederholen sich schon mal die Gedankengänge der beiden Hauptcharaktere, was einige Passagen langweilig werden ließ. Ich muss gestehen, dass ich hier ein wenig quergelesen habe.
Trotzdem möchte man wissen wie es mit Charlotte weitergeht, ob sie und John einen Weg zu einander finden und ob sie wirklich in die Fänge von Terency gerät.
Jane Austen Fans und Leute, die das Zeitalter des Regency mögen, werden an diesem Buch bestimmt ihre Freude haben. Man muss jedoch mit dem Schreibstil klarkommen und natürlich Liebesromane mögen.